Kritik der Linken ist unwürdig

Mit großem Ärger habe ich am vergangenen Samstag die Kritik der Linken, in Persona von Herrn Henschel am Niveau im Rat vernommen.

Zwar stimme ich Herrn Henschel erstmalig und hoffentlich auch letztmalig zu, dass das Niveau im Rat „unterirdisch“ ist, der Grund hierfür liegt aber gänzlich anders begründet.

Wenn man sich den Grund der Kritik anschaut, nämlich den gelinde gesagt unbefriedigenden Verlauf der Abstimmung in Sachen Enervie in der vergangenen Sitzung, so liegt dieser nicht in der „Unfähigkeit der Stadtspitze“ begründet, sondern einzig und allein in pseudo demokratischen Machtspielen der Linken und anderer Parteien. Wie Werner König bereits richtig angemerkt hat, waren die Linken, für meine Begriffe schon über die Maßen, gut bedacht worden. Ziel war Konsens im Rat, der jedoch immer wieder durch zum Teil hart an der Grenze der Niveaulosigkeit Kommentare aus der Linken Bank torpediert werden. Reicht es nicht, jede Ratssitzung durch unvorbereitete ständige Zwischenfragen in die Länge zu ziehen, wird jetzt durch Machtaktik auch noch eine Fehlentscheidung getroffen, die das ins straucheln geratene Unternehmen Enervie gerade überhaupt nicht gebrauchen kann.

Es geht doch nicht nur um die Abwahl des Hagener CDU Vorsitzenden, sondern darum, ob ein unbekannter Vertreter (denn Herr Dreesbach stellte sich dem Rat nie vor) im Aufsichtsrat auch nur annähernd so viel Kompetenz mitbringt, wie es die bisherigen Vertreter getan haben. Es tut mir Leid, auf das Wort von Herrn Hentschel und seiner Partei vertraue ich in einer so wichtigen Frage auf keinen Fall. Mir genügt auch nicht die lakonische Antwort „Wenn wir den vorschlagen, ist er auch geeignet“.

Wer in einer solchen Phase derart leichtfältig mit dem Leben von 1300 Angestellten und damit Familien bei Enervie und einer hohen Stadtbeteiligung spielt, dem muss man langsam selbst die Eignung zur Teilnahme an Ratssitzungen absprechen.

Es gilt nun für alle Parteien im Rat zusammenzurücken und diesem Treiben mit einem klaren Signal ein Ende zu setzen. Es geht um mehr als um persönlichen Geltungsbedarf, sondern um Lösungsansätze für die vielen offenen und wichtigen Fragen dieser Stadt. Eine Kooperation schließt sich demnach naturgemäß mit den Linken auch zukünftig für mich aus.

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